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Die Stadt Marsberg, östliche Eingangspforte zum Sauerland, Hochsauerlandkreis (Nordrhein-Westfalen, Deutschland) mit rd. 22.000 Einwohnern und einer Fläche von 182 qkm, liegt in einer Höhe von 200 - 600 m über NN am Rande der sauerländischen Mittelgebirgslandschaft. Entstanden ist die heutige Stadt am 01.01.1975 im Zuge der kommunalen Neugliederung. Die Geschichte der Stadt reicht jedoch bis in die Zeit Karls des Großen zurück. Die historischen Stätten Obermarsbergs zeugen noch heute von der außergewöhnlichen geschichtlichen Bedeutung der Stadt. Aber nicht nur die historischen Stätten, auch die landschaftlich reizvolle Lage, laden zu einem Besuch nach Marsberg ein. Die Naturparke "Eggegebirge" und "Diemelsee" sind lohnende Wandergebiete mit abwechslungsreichen Wäldern und Landschaften. Der im Stadtgebiet liegende Diemelsee ist dabei Anziehungspunkt für viele Wassersportfreunde. Als weitere Sehenswürdigkeit ist das Besucherbergwerk "Kilianstollen" zu nennen, dass jährlich rd. 10.000 Besucher anzieht.


Bis ins 19. Jahrhundert hieß die Stadt Marsberg auch Stadtberge. Woher der Name Marsberg stammt, ist letztlich nicht geklärt. Sehr wahrscheinlich leitet sich der Name von tom Eresberg, wobei das „m“ eine richtungsweisende Präposition darstellt. Eine weitere Möglichkeit ist die Ableitung des Names vom germanischen Volksstammes der Marser. Die Marser (lateinisch: Marsi) waren ein kleiner Stamm, der zwischen Rhein, Ruhr und Lippe siedelte. Die heutigen Ortschaften Marsberg, Obermarsberg (Hochsauerlandkreis) und Volkmarsen (Nordhessen) tragen noch heute den Namen dieses Stammes in ihren Ortsnamen (vermutlich Volksetymologie, da keine dieser Ortschaften im o.g. Bereich zwischen Ruhr und Lippe liegt).

Die bekannte Geschichte insbesondere des Ortsteils Obermarsberg reicht zurück bis in die sächsische Zeit, als auf dem Eresberg die Eresburg stand. Diese Anlage war eine der wichtigsten Wallburgen der Sachsen und beherbergte mit der Irminsul das bedeutendste (vorchristliche) Heiligtum dieses Stammes. Daher war dieser Ort eines der ersten Ziele während der Sachsenkriege Karls des Großen. Im Jahr 772 wurde die Anlage erobert und die Säule zerstört. An ihrer Stelle wurde eine der ersten Kirchen und eines der ersten Klöster in Westfalen überhaupt gebaut, das Kloster Obermarsberg. Von diesem Kloster aus wurde die Umgebung christianisiert. Zeitweise war die Eresburg auch eine kaiserliche Pfalz.

Unterhalb der Burg entwickelte sich die Siedlung Obermarsberg. Marsberg besaß Münzrecht vom Kloster Corvey aus dem Jahr 900. In der Marsberger Stiftskirche endete der Streit des Königs Otto I. mit seinem Halbbruder Thankmar dadurch, dass letzterer durch einen durch ein Seitenfenster der Kirche geworfenen Speer am Altar getötet wurde.

Im Dreißigjährigen Krieg (1645) wurde Marsberg von den Truppen des schwedischen Generals Wrangel beschossen und eingenommen. In der Folge dieser Zerstörung ließ die Bedeutung von Obermarsberg deutlich nach. Aus diesem Grund ist die Altstadt von Obermarsberg in ihrer alten Gestalt weitgehend erhalten. Der Bevölkerungsschwerpunkt verlagerte sich immer stärker ins Tal der Diemel nach Niedermarsberg.

Von Bedeutung war Niedermarsberg vor allem durch seine frühe gewerbliche Entwicklung (s.Wirtschaft). Wichtig waren neben der Glasherstellung vor allem der Bergbau und die Verarbeitung von Kupfer.


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